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Diese Übung ist nach meiner Erfahrung gut geeignet, innerlich zur Ruhe zu kommen, wenn Alltagssorgen und Stress die Ruhe rauben. Sie stammt aus dem Buch "Wu Wei" von Theo Fischer, das zahlreiche Anregungen gibt, wie man das tägliche Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten kann. Sich mit seinen Problemen zu identifizieren, trägt manchmal wenig zu deren Lösung bei. Ein wenig innerer Abstand kann oft helfen. Wie man diesen Abstand erreichen kann? Man beobachtet. Wen? Seine eigenen Gedanken...
Es gibt nämlich einen Trick, wie Sie denken können und trotzdem in der Gegenwart leben: Sie beobachten Ihre Gedanken! Dieses Vorgehen hat zwei Effekte. Wenn Sie Ihre Gedanken (ganz ungezwungen, ohne Verkrampfung) beobachten, und zwar, bevor sie entstehen, sie also erwarten, dann werden Sie feststellen, daß Ihre Denkprozesse zunehmend disziplinierter werden und nach einer Weile der Beobachtung vollständig aufhören. Und der zweite Effekt ist verblüffend: Dadurch, daß Sie über das Mittel der Beobachtung Ihren Gedanken begegnen, sie bereits im Entstehen auffangen, aktualisieren Sie diese, Sie transformieren sie auf diese Weise in die Gegenwart. So haben Sie folglich sowohl beobachtet wie auch gedacht, ohne den Gedanken nachzuhängen und in die Vergangenheit, in die Historie abzuschweifen.
Theo Fischer, Wu Wei, Seite 44
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